11.09.2012

Ich schreibe eine Geschichte... ♥

Hallo :)
Die meisten von euch wissen ja eigentlich das ich ein Buch schreibe. Ich hab jetzt dem Anfang und das Ende, nur der Mittelteil fehlt noch ;D
Das Ende hab ich hier mal für euch :) Wäre schön wenn ihr alle ein Kommentar dazu schreiben würdet (das geht auch wenn ihr nicht bei Google oder Blogger angemeldet seit).




Nicht nur das Ende des Buches...


Ich sackte zusammen & fiel auf die Knie. Die Hände hielt ich mir vors Gesicht, nicht weil er meine Tränen nicht sehen sollte, das war mir egal, jeder hätte sie sehen dürfen. Es war einfach nur ein Versuch die Welt um mich herum auszublenden. Ich wollte weg! Wohin wusste ich nicht, Hauptsache weg, weg von dieser Welt...
Alles OK?“, hörte ich ihn sagen. Er klang ängstlich und konnte kaum sprechen.
Scheiß Frage! Natürlich nicht, du Idiot!!“, brüllte ich heulend durch meine Hände hindurch.
Es war still. So still das ich meinte den Wind durch die Grashalme pfeifen zu hören...
Ich konnte mich keinen Millimeter bewegen, konnte kein Wort sagen, keinen Ton von mir geben, konnte nicht klar denken, eigentlich wollte ich auch gar nicht denken.
So saß ich nun da. Immer noch auf dem Boden kniend, die Hände vors Gesicht geschlagen, den Kopf auf die Knie gelegt. Still. Lebensunfähig. Mit einem Gefühl, dass es eigentlich nicht geben sollte...
Ich hatte keine Ahnung ob er noch da war, ob er weinte, ob er mich anschaute oder ob er etwas sagen wollte, es aber nicht konnte.
Diese Fragen die in mir auftauchten wurden im nächsten Moment beantwortet, als ich spürte wie ein Tropfen auf meinen Arm fiel und an ihm hinunter rann... Ja er war noch da, ja er weinte, ja er hatte es nicht geschafft den Blick von mir zu wenden, nein weder wollte noch konnte er etwas sagen.
Eine Hand berührte meinen Rücken und hob mich hoch, seine Hand... Ich lag in seinen Armen, zusammengerollt, die Hände immer noch vor dem Gesicht. Mein ganzer Körper zitterte.
Dieses Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, das ich immer hatte, wenn er mich in die Arme nahm, war weg. Es war kein bisschen davon mehr übrig...
Er lief los. Wohin? Ich wusste es nicht. Ich wollte es nicht wissen. Ob ich Angst hatte? Nein. Ich vertraute ihm immer noch blind und das würde sich nie ändern, nie.
Wir waren in der Nähe des Sees, ich hörte das Plätschern des Wassers. Ab und zu kamen ein paar Leute vorbei, die uns vermutlich anstarrten... Bei jeder Stimme die ich hörte hätte ich schreien können. Ich wollte allein sein..., ja aber allein mit ihm. Ich weiß bis heute noch nicht warum...
Von Zeit zu Zeit spürte ich seine Tränen auf meiner Haut... Tränen, die sonst friedlich, weich und leicht waren, hämmerten bei jedem Aufprall in meinem ganzen Körper.
Wir liefen weiter, was besser gesagt hieß: Er lief. Er trug mich. Einen Weg der mir unendlich vorkam.
Dann blieb er stehen und setzte mich ab... Ich lag da, auf der Seite, zusammengerollt wie ein Embryo..., die Arme um die Beine geschlungen, das Gesicht in dem Knien vergraben. So lag ich da, im weichen Gras, in dem ich das Pfeifen des Windes hörte.
Ich hatte nicht mitbekommen als er weggegangen war, aber ich wusste das er nicht mehr da war.
Keine Ahnung was dann passierte, ich glaube ich bin eingeschlafen.
Als ich wieder aufwachte war es schon dunkel. Ich öffnete die Augen und schaute in einen klaren ruhigen Nachthimmel. Die Sterne funkelten und sofort ging mir eine Zeile aus einem Lied durch den Kopf: Einer der Sterne da leuchtet nur für dich! - Der Mond lachte mir entgegen. Es war kein fröhliches Lachen, auch kein hinterlistiges oder schadenfrohes... Es war eher kalt. Kalt und beruhigend. - Ich spürte das nasse Gras an meinen Händen und atmete die kühle, feuchte Nachtluft ein.
Ich setzte mich auf und schaute mich um. Das Versteck am See. Woher wusste er davon? Hatte Toni es ihm gesagt? Oder Alex? Warum hatte er mich hierher gebracht?
Ich stand auf. Es kam mir ^vor als würde ich das erste Mal auf zwei Beinen stehen. Wie ein kleines Kind, was gerade laufen lernte, setzte ich vorsichtig einen Fuß vor den anderen.
Als ich näher zum See kam sah ich ihn... Er saß auf einem Stein, der an Strand lag und schaute hinaus aufs Wasser. Er starrte auf den Mond, der sich im See spiegelte.
Ich lief schnurstracks auf ihn zu. Als der grüne Wiese in weißen Sandstrand überging blieb ich stehen und starrte zu dem Stein auf dem er saß... Bis ich ein Schluchzen hörte. Ein Schluchzen, das kaum hörbar war, das sich aber trotzdem tief in mein Herz bohrte und in mir einen stechenden Schmerz auslöste.
Ich ging ein paar Schritte auf ihn zu bis ich hinter ihm stand. Er hatte mich immer noch bemerkt. Jedenfalls starrte er noch auf das runde, käsige Etwas, das sich im Wasser widerspiegelte. - Meine Hand wanderte zu seiner Schulter, aber kurz bevor ich ihn berührte zuckte ich zurück. Ich konnte ihn unmöglich anfassen. Zu viel Vergangenheit. Zu viel Erinnerung. Zu viel Schmerz...
Also setzte ich mich einfach neben seinen Stein in den feinen weichen Sand und starrte ebenfalls auf das Wasserbild des Mondes.
Nach ein paar Minuten, die wie Stunden vergingen, wanderte sein Blick schließlich zu mir. „Du zitterst.“, sagte er.
Ich weiß.“,antwortete ich kurz und trocken.
Frierst du?“
Ein wenig.“ Ich schaute ihn nicht an. Ich starrte immer noch auf den Mond im Wasser.
Er zog seine Jacke aus und hielt sie mir hin. Als ich nicht reagierte sagte er: „Hier, bitte.“
'Gib niemals einem Mädchen, das du nicht liebst, deine Jacke.', das hast du selbst mal gesagt.“ Ich drehte meinen Kopf und schaute ihn direkt an.
Ich hab nie gesagt, dass ich dich nicht liebe...“ Jetzt hörte ich das erste Mal, seitdem wir hier waren, Gefühl in seiner Stimme und seine Augen füllten sich mit Tränen...
Mein Kopf fiel auf meine Knie und ich sagte einfach gar nichts... Ich verstand ihn nicht!
Auch er sagte nichts mehr, legte aber seine Hand auf meinen Arm. Blitzartig verkrampfte sich mein ganzer Körper und ich wusste warum ich erst zurück gezuckt war.
Meine Kehle schnürte sich zu: „Nimm bitte...“, mehr gab meine Stimme nicht her.
Er verstand meinen halben Satz und zog seine Hand zurück. Plötzlich vermisste ich seine Hand auf meinem Arm...
Noch mehr Fragen wuselten in meinem Kopf umher: Was meinte er? Wieso sagt er er liebt mich, macht aber Schluss? Wieso will ich, dass er seine Hand wieder auf die kalte Stelle, auf meiner Schulter, legt? Wieso kann ich nicht ausnahmsweise mal träumen? Warum ist das verdammt nochmal Realität??
Ich hörte seine Schritte. Noch eine Frage mehr: Wo ging er hin?
Ich hob meinen Kopf und schaute wieder aufs Wasser hinaus. Umso länger ich auf die Wasserspiegelung des Mondes schaute umso mehr kam es mir so vor als würde der Mond mich auslachen...
Ich zuckte zusammen und drehte mich um, als ich ein Geräusch hörte. Er saß da, mit seiner Gitarre im Arm saß er im Gras. Hinter ihm der dunkle Wald. Über ihm die hellen Sterne und der Mond mit seinem jetzt schadenfrohen und schallenden Lachen. Er fing an zu spielen. Ich kannte das Lied... Er hatte es mir oft vorgespielt. Aber warum ausgerechnet jetzt?
Er begann zu singen. Jedoch mit einem abgeänderten Text:

Du warst meine erste große Liebe.
Dieses Lächeln und die braunen Locken.
Wir haben uns jeden Tag gesehn und das vollkomm genossen.
Hatten uns viel versprochen.
Planten der Traualtar,
weil wir als Paar für unser Alter einfach traumhaft warn.
Doch wie gesagt: Wir waren jung und längst noch nicht soweit.
Mir fehlt die Erfahrung.
Dir fehlt die Sicherheit.
Wir sind noch nicht soweit n weiten Weg zu zweit zu gehen.
Du hast nichts falsch gemacht.
Dass kannst du nicht verstehn!!
- Er hörte abrupt auf zu spielen, stand auf und verschwand im Wald.

Ich hatte weder Tränen, noch Kraft, noch Gefühle. Ich hatte kein Leben mehr. Ich war einfach nur ein Mensch. Klein, hilflos, zerbrechlich.
In meinem Kopf sang er immer wieder das Lied.
Und auf einmal sammelte sich das letzte bisschen Kraft, das ich noch hatte, in mir und ich schrie so laut ich nur konnte: „JA, ICH VERSTEH DICH WIRKLICH NICHT! ABER ICH WILL VERDAMMT NOCHMAL DASS DU GLÜCKLICH BIST!“ Ich stockte und atmete tief durch, dann schrie ich noch lauter: „DENNIS... ICH LIEBE DICH!!!“

Von diesem Moment an wusste ich, dass man sich bei nichts im Leben sicher sein darf. Weder bei Menschen, noch bei Beziehungen oder Freundschaften und schon gar nicht bei der Zukunft...
Bei ein was war ich mir aber sicher: Er hatte mich gehört.

Ich konnte jedem bei seinen Problemen helfen, jedes Problem hab ich irgendwie gelöst, aber jetzt wo ich selber ein Problem habe kann mir keiner helfen...
Aber eins hab ich mir vorgenommen: Ich werde weiterleben! Für Alex. Für Toni. Für meine Eltern. Und um ihn weiterleben zu lassen...



ENDE


Ich weiß nicht so genau ob ich sowas schreiben kann, alsooo...
Ich hoffe aber das es euch gefallen hat :) Also schreibt mal ein paar Kommentare oder klickt wenigstens like oder dislike ;*
♥ Addi

Kommentare:

  1. Keine Ahnung was dann passierte, ich glaube ich bin eingeschlafen. <- den satz solltest du mal ändern , weil das passt i.wie nicht dazu.

    Er hatte mich immer noch bemerkt. <- es müsste doch eigendlich heißen : er hatte mich immer noch nicht bemerkt ,oder?

    . Es kam mir ^vor als würde ich das erste Mal auf zwei Beinen stehen <- dieses ^ müsstest du noch wegmachen.


    ... das ist voll schön (: wenn du fertig bist werd ich das mal lesen ,ok?

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  2. Ja das 2. da hab ich mich nur verschrieben & bei dem Rest guck ich nochmal drüber.

    Kannst du dann gerne mal lesen :) Ich wills vllt auch veröffendlichen lassen.

    Danke :)

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  3. mach das :)) das ist voll schön :)

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